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Montag, 29. April 2024

29.04.2024_Orsova-Falkovets (Bulgarien)

In der verangenen Nacht hatte ich die Heizung auf 15 Grad gestellt und gegen Morgen ist sie dann auch einmal kurz angesprungen. 

Als ich um 7 Uhr aufgestanden bin, war es allerdings schon wieder richtig sonnig und schön warm. Um halb 9 konnte man schon oberkörperfrei in der Sonne sitzen. Das Plätzchen ist absolut schön und außer Vogelgezwitscher gibt es nichts zu hören.


Nach dem Kaffeetrinken und der Zeitungslektüre bin ich die 5 km wieder zurück zur Hauptstraße gerumpelt. Eier konnten ja keine mehr kaputtgehen, die waren entsorgt und der komische Geruch im WoMo hat sich über Nacht auch verflüchtig.
Gegen 09.30 Uhr war ich dann wieder am Donauufer bei Orsova und bin auf die vielbefahrene DN6 abgebogen.
Warum die nicht springt, weiß ich nicht. Die steht schon viele Jahre so da, traut sich wohl aber nicht.
Einige Kilometer hinter Orsova kann man hier die Donau überqueren und kommt dann nach Serbien. Ich wollte aber auf der rumänischen Seite bleiben, was dann doch nicht so richtig geklappt hat. 

Nachdem mir der abartige Verkehr auf der DN6 zu sehr auf die Senkel ging, bin ich nach rechts auf eine kleine Nebenstrecke in Richtung Vrancea, die immer an der Donau entlang führt, gefahren. Hier war es traumhaft ruhig und ich war fast alleine unterwegs.

Was ich nicht auf dem Schirm hatte ist, dass diese Straße zwangsläufig nach Serbien führt. Kurz nach diesem Foto kam eine Staustufe über die Donau und auf der rumänischen Seite endete die Straße.
Es blieb somit nur die Option, nach Serbien zu fahren oder viele Kilometer zurück zu fahren.
Ich habe mich für die serbische Variante entschieden und war froh, dass ich meine Handys auf manuelle Netzwahl gestellt hatte, damit sie sich nicht ins serbische Netz einbuchen.

Der Grenzübertritt war dann allerdings spannend. Da ich weit und breit das einzige Auto auf der Straße war, haben die ja Zeit. Auf der rumänischen Seite wollten sie meinen Pass, die Fahrzeugpapiere und auch den Führerschein sehen. Als das alles gescannt und verarbeitet war meinte der nette Junge, dass jetzt noch jemand vom Zoll kommt. Kurz darauf tauchte eine Matrone auf und dann ging das Spektakel los. Sie hat erstmal den kompletten Innenraum des Fahrzeugs inspiziert. Da sie dazu sehr viel Zeit gebraucht hat meinte ein anderer Zöllner, dass ich die Stauklappe am WoMo öffnen soll. 
Das hätte er besser nicht gesagt. Die Matrone kam aus dem Auto und hat den so was von angeschissen, dass sie die Kontrolle durchführt und sie bestimmt, wann welche Klappe am Auto aufgemacht wird.
Als sie dann im vorderen Bereich fertig war, hat sie alle Stauklappen inspiziert und dann wollte sie ins Wohnmobil. Hier hat sie nach und nach alle Schränke und Schubladen geöffnet und wirklich alles durchwühlt. Selbst die Unterwäsche und die Box mit den Kosmetiktüchern wurden einer eingehenden Kontrolle unterzogen. Nach fast 45 Minuten war sie schließlich fertig - bis dahin kam kein anderes Auto - und nun hat sie mir auf Deutsch erzählt, dass sie letztes Jahr im Wohnmobil eines Deutschen eine Waffe gefunden hat. Nun war alles klar.
Sie ist seither auf deutsche Wohnmobile konditioniert und meint, dass sie irgendwann in ihrem Leben noch einmal eine Waffe findet. Bei mir hatte sie da leider Pech.
Es ging dann einen Kilometer weiter zur Einreisestation nach Serbien. Die waren wesentlich entspannter. Die nette Dame wollte nur mal kurz hinten ins WoMo schauen, was aber mehr Neugier war. Sie fand es dann auch ganz toll und ich durfte nach 3 Minuten weiter fahren.

Die kurze Fahrt durch Serbien führte durch noch trostlosere Dörfer, als ich sie schon von Rumänien kannte. 
Auf jeden Fall war ich nach 20 Minuten wieder an einem Grenzübergang und dann war ich in Bulgarien. Auch hier ein völlig problemloser Grenzübertritt. Kurzer Blick ins WoMo, ob man da jemand versteckt und das wars dann. Kurz hinter der Grenze habe ich für umgerechnet 1,31 €/l vollgetankt.
Ich bin dann noch rund 40 km weitergefahren. Die Dörfer an der Strecke waren ärmlich aber auf der Straße war nun wieder die Hölle los. Lkw an Lkw. 
Die Friedhöfe waren allerdings alle mit vielen Blumen, teilweise echt, teilweise Plastik, rausgeputzt.
In Park4Night habe ich mir dann den Campingplatz Madona-Inn in Falkovets, der 5km abseits der blöden Hauptstraße liegt, rausgesucht. Hier gibt es ein Restaurant und ich sollte mal wieder was essen.
Außerdem kann ich hier mal wieder duschen, auch wenn das kleine Waschhaus, das man im Hintergrund sieht, nicht überall Türen hat.

Der Platz ist auf jeden Fall hübsch und ob das Essen gut ist, kann ich euch morgen sagen. 
Witzig war, dass ich den ganzen Tag über keine deutschen Camper gesehen habe. 500 Meter vor der Einfahrt ist dann ein deutsches Wohnwagengespann vor mir gefahren und kaum war ich hier, kam noch ein anderes deutsches WoMo auf den Platz. Also ist er jetzt mit 3x Deutschland belegt.
 

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