Als ich heute Morgen um 7 Uhr aufgestanden bin, war es wolkenlos bei 11 Grad. Die Nacht war absolut ruhig und ich habe absolut niemand gesehen. Weder streunende Hunde, noch Fußgänger, noch Autos.
N6 heute ruhiger ist, hat sich leider nicht bewahrheitet. Auch heute, am Sonntag, ein abartiger Verkehr mit unzähligen LKW's. Die sind hier eh alle kleine Hamiltons und fahren wie blöd. Sie saugen sich im Windschatten bis auf einen Meter an dich ran und scheren dann zum Überholen aus, egal was da entgegenkommt.
Bei Karanschebes habe ich gesehen, dass man mal ein paar Kilometer von der 6 wegkommt und bin durch den Ort gefahren. Das hat sich gelohnt, weil die Innenstadt wirklich schön ist.
Die Kirche war gerade brechend voll und der Gottesdienst wird per Lautsprecher auch nach draußen übertragen. Bilder aus dem Inneren gibt es daher nicht.
Gegen 10.30 Uhr bin ich dann am Ortsende von Karanschebesch, bevor man wieder auf die 6 kommt, zum Frühstücken gegangen.
Von der Terrasse hatte man einen schönen Blick auf die schneebedeckten Berge.
Es gab ein Omelette mit Schinken und Käse. Frühstück mit Brot und Marmelade kennen die wohl hier nicht. Ich hatte schon in der Innenstadt bei mehreren Lokalen danach geschaut. Dort gab es aber überall nur Getränke und gar nichts zu essen.Auch hier war gerade Messe und die Kirche war brechend voll, so dass man keine Chance hatte, einen Fuß hineinzusetzen.
Die weitere Fahrt auf der DN6 in Richtung Orșova führt durch eine tolle Landschaft, nur die Straße ist aufgrund des heftigen Verkehrs einfach nervig.
Kurz nach 13 Uhr war ich in Orșova, wo ich ein kurzes Stück am Ufer entlanggelaufen bin Hier mündet der Fluss Cerna in die Donau.
Großartige Sehenswürdigkeiten gibt es aber nicht.
Ich hatte in Park4Night gestern einen Platz im Nirvana entdeckt, von dem aus man einen schönen Blick auf Orșova und die Donau hat. Leider gestaltete sich die Anfahrt etwas schwierig, da Google-Maps keine Straßen zu dem Stellplatz kennt. Ich bin also zuerst mal viel zu weit auf der DN6 gefahren und musste umkehren und 5 km zurückfahren. In Orșova vor dem Bahnhof habe ich dann einen Waldweg gesehen, der ungefähr in meine gewünschte Richtung führte.
Vor mir waren ein Quad und ein Pickup und nach einiger Zeit haben die angehalten und wollten mich vorbeilassen. Ich habe sie dann gefragt, ob ich auf dem Weg zum Aussichtspunkt komme und sie meinten, ich soll ihnen einfach nachfahren. Nach einen besonders üblen Stück, als ich in die Untersetzung schalten musste, waren sie weg. Eine ganze Weile später habe ich sie auf einer Straße unterhalb meiner Route wieder gesehen, bin bis zur Gabelung zurückgefahren und ihnen hinterhergebrettert. Das müssen sie gesehen haben. Auf jeden Fall standen sie einen Kilometer weiter auf der Straße und meinten, ich müsse wieder zurückfahren und den anderen Weg, auf dem ich vorher schon war, nehmen.
Ich bin erstmal noch ein Stück nach unten gefahren, habe dann aber bemerkt, dass man von dem oberen Platz, auf dem ich das Foto oben gemacht hatte, mehr sieht. Deshalb habe ich umgedreht und bin wieder hochgefahren. Die Fahrt war schon etwas anstrengend und Ogli hat geächzt und geknackt.
Als ich dann auf meinem endgültigen Stellplatz für heute war, wollte ich mir gemütlich was zu trinken holen und bin in die Kabine gegangen. Als ich die Türe aufgemacht habe, sind mir gleich seltsame Flecken am Boden aufgefallen. Das gab es auch früher schon, wenn man auf üblen Pisten unterwegs war, dass mal etwas Wasser aus dem Kühlschrank geschwappt ist aber das sah komisch aus.
Als ich dann den Kühlschrank geöffnet habe, kam mir eine schleimige Brühe entgegen und lief am Schrank runter. Es hatte die Eierschachtel umgedreht und 7 Eier waren komplett ausgelaufen. Da kommt Freude auf.
Den Kühlschrank musste ich komplett ausräumen, weil nichts, aber auch gar nichts, sauber war. Alles schwamm in einer Eier-Glibber-Brühe. Die Krönung war noch, dass einiges davon in die Dichtung des Kühlschranks gelaufen ist und das immer wieder weiter tropfte.
Also, alles rausräumen. Kühlschrank komplett putzen und alles, was noch brauchbar ist, abwaschen und trocknen. So kann man einen Mittag mit herrlicher Aussicht auch rumbringen.
Auch nach der ganzen Putzaktion, die über eine Stunde dauert, riecht es jetzt hier irgendwi komisch in der Karre. Ich hoffe, das verflüchtigt sich wieder.
Aber irgendwann war das dann auch erledigt und ich konnte die Aussicht genießen.
Das Plätzchen ist genial. Hier kommt definitiv keine Weißware vorbei. Die würden schon einige Kilometer weiter unten an der Straße scheitern.
Hier bleibe ich jetzt heute Nacht und vermutlich kommt da auch niemand mehr. Was ihr hier im Hintergund seht ist die Donau. Rechts ist Serbien und links noch Rumänien. Ich habe daher vorsorglich meine Handys auf manuelle Netzwahl gestellt, damit sie sich nicht ausversehen in Serbien einbuchen. Das würde dann wieder unnötig teuer, da Serbien nicht zur EU-Roaming-Zone gehört.
Ps: Und falls jemand noch die Frage hat, wie viele Eier man braucht, um eine maximale Sauerei im Kühlschrank zu veranstalten:
Ich meine, 3 würden reichen. Die 7, die ich genommen habe, waren definitiv zu viel.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen