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Dienstag, 30. April 2024

30.04.2024_Falkovets-Lukovit

Gestern Abend war ich im Lokal auf dem Campingplatz essen. Zu trinken gab es Rotwein in hübschen Steingutbechern...
...und zu essen hatte ich was von den Spezialitäten des Lokals bestellt ohne zu wissen, was ich da bekomme. Es waren dann 2 Scheiben totgebratenes Schweinefleisch auf einem Omelett und das alles mit einer Pilzsoße übergossen. Das Omelett und die Soße waren sehr lecker, aber das Fleisch leider nur trocken und zäh.
Heute Morgen war es dann bei 13 Grad stark bewölkt und der Himmel rundrum grau.
Ich bin gegen 9 Uhr losgefahren und da ich nicht wieder auf dei vielbefahrene DN1 wollte, hatte ich mir eine kleinere Straße in Richtung Montana rausgesucht.
Die Strecke war dann auch recht hübsch und so nach 30 km habe ich mal gegoogelt, ob es in der Umgebung was Besonderes zu sehen gibt.
Da kam dann ein Bild von einer tollen Felsformation bei Belogradtschik und das sah so schön aus, da wollte ich hin.
Jetzt wollte Google allerdings auf der gleichen Straße zurückfahren, hat mir aber auch eine Alternativroute, die ein paar Kilometer weiter abzweigte, angeboten. 
Die Strecke habe ich dann genommen und hier bei Mitrovtsi hätte ich das WoMo problemlos zum Cabrio umbauen lassen können.
Man muss nur weit genug rechts fahren, schon ist das Dach ab.
Schon nach wenigen Kilometern kam die Erkenntnis, dass das Zurückfahren wohl die einfachere Variante gewesen wäre. Ich musst auf einer sehr schlechten Schotterpiste durch einen Wald und die Straße wurde immer enger, so dass die Äste links und rechts an der Karre kratzten.
Aber irgendwann war ich dann da durch und nun kam die Erkenntnis, dass das heute wohl eine ziemlich blöde Runde war und man das unter "unnötiges Hin- und Herfahren " subsumieren kann. Ich kam nämlich wieder an dem Campingplatz, auf dem ich die Nacht verbracht hatte, vorbei und wenige Meter weiter ging es ab nach Belogradtschik, wo ich hinwollte.
Aber egal, 2 Stunden im Kreis gefahren und auch dabei sieht man was und Belogradtschik war den Abstecher wert. 
Ich zeige euch jetzt mal einige Bilder von dort.



















Als ich gerade so durch die Felsformationen durch war, fing es an zu nieseln. Ich bin deshalb nur noch kurz auf die Burg gefahren und dann wieder zurück auf meine Strecke nach Montana, also nochmal am Campingplatz vorbei.

Von Montana ging es noch nach Vraza aber dann ging mir der Verkehr auf der 1 mal wieder zu sehr auf die Nerven, so dass ich auf kleine Nebenstraßen abgebogen bin.

Hier habe ich dann auch das Top-Angebot für Euch entdeckt:
Einfamilienhaus in Top-Lage, leicht renovierungsbedürftig, zu einem sensationellen Preis. Anfragen bitte per E-Mail an mich.
Und wer eine neue Achse braucht, alles zu haben hier.

Es ging dann weiter über Batultsi nach Lukovit. Die Nebenstraßen waren fast leer aber auch entsprechend schlecht mit teilweise riesigen Schlaglöchern.


Gegen 16 Uhr kam ich in Lukovit an und nach über 250km hatte ich keine Lust mehr, noch weiterzufahren.
Ich bin deshalb hier auf den Parkplatz des Restaurants Dobrevski gefahren und hier bleibe ich jetzt stehen, auch wenn der Lärm der Hauptstraße recht kräftig ist.
Hier gibt es Grillspezialitäten und ich schaue jetzt dann mal, ob ich was leckeres finde.


Montag, 29. April 2024

29.04.2024_Orsova-Falkovets (Bulgarien)

In der verangenen Nacht hatte ich die Heizung auf 15 Grad gestellt und gegen Morgen ist sie dann auch einmal kurz angesprungen. 

Als ich um 7 Uhr aufgestanden bin, war es allerdings schon wieder richtig sonnig und schön warm. Um halb 9 konnte man schon oberkörperfrei in der Sonne sitzen. Das Plätzchen ist absolut schön und außer Vogelgezwitscher gibt es nichts zu hören.


Nach dem Kaffeetrinken und der Zeitungslektüre bin ich die 5 km wieder zurück zur Hauptstraße gerumpelt. Eier konnten ja keine mehr kaputtgehen, die waren entsorgt und der komische Geruch im WoMo hat sich über Nacht auch verflüchtig.
Gegen 09.30 Uhr war ich dann wieder am Donauufer bei Orsova und bin auf die vielbefahrene DN6 abgebogen.
Warum die nicht springt, weiß ich nicht. Die steht schon viele Jahre so da, traut sich wohl aber nicht.
Einige Kilometer hinter Orsova kann man hier die Donau überqueren und kommt dann nach Serbien. Ich wollte aber auf der rumänischen Seite bleiben, was dann doch nicht so richtig geklappt hat. 

Nachdem mir der abartige Verkehr auf der DN6 zu sehr auf die Senkel ging, bin ich nach rechts auf eine kleine Nebenstrecke in Richtung Vrancea, die immer an der Donau entlang führt, gefahren. Hier war es traumhaft ruhig und ich war fast alleine unterwegs.

Was ich nicht auf dem Schirm hatte ist, dass diese Straße zwangsläufig nach Serbien führt. Kurz nach diesem Foto kam eine Staustufe über die Donau und auf der rumänischen Seite endete die Straße.
Es blieb somit nur die Option, nach Serbien zu fahren oder viele Kilometer zurück zu fahren.
Ich habe mich für die serbische Variante entschieden und war froh, dass ich meine Handys auf manuelle Netzwahl gestellt hatte, damit sie sich nicht ins serbische Netz einbuchen.

Der Grenzübertritt war dann allerdings spannend. Da ich weit und breit das einzige Auto auf der Straße war, haben die ja Zeit. Auf der rumänischen Seite wollten sie meinen Pass, die Fahrzeugpapiere und auch den Führerschein sehen. Als das alles gescannt und verarbeitet war meinte der nette Junge, dass jetzt noch jemand vom Zoll kommt. Kurz darauf tauchte eine Matrone auf und dann ging das Spektakel los. Sie hat erstmal den kompletten Innenraum des Fahrzeugs inspiziert. Da sie dazu sehr viel Zeit gebraucht hat meinte ein anderer Zöllner, dass ich die Stauklappe am WoMo öffnen soll. 
Das hätte er besser nicht gesagt. Die Matrone kam aus dem Auto und hat den so was von angeschissen, dass sie die Kontrolle durchführt und sie bestimmt, wann welche Klappe am Auto aufgemacht wird.
Als sie dann im vorderen Bereich fertig war, hat sie alle Stauklappen inspiziert und dann wollte sie ins Wohnmobil. Hier hat sie nach und nach alle Schränke und Schubladen geöffnet und wirklich alles durchwühlt. Selbst die Unterwäsche und die Box mit den Kosmetiktüchern wurden einer eingehenden Kontrolle unterzogen. Nach fast 45 Minuten war sie schließlich fertig - bis dahin kam kein anderes Auto - und nun hat sie mir auf Deutsch erzählt, dass sie letztes Jahr im Wohnmobil eines Deutschen eine Waffe gefunden hat. Nun war alles klar.
Sie ist seither auf deutsche Wohnmobile konditioniert und meint, dass sie irgendwann in ihrem Leben noch einmal eine Waffe findet. Bei mir hatte sie da leider Pech.
Es ging dann einen Kilometer weiter zur Einreisestation nach Serbien. Die waren wesentlich entspannter. Die nette Dame wollte nur mal kurz hinten ins WoMo schauen, was aber mehr Neugier war. Sie fand es dann auch ganz toll und ich durfte nach 3 Minuten weiter fahren.

Die kurze Fahrt durch Serbien führte durch noch trostlosere Dörfer, als ich sie schon von Rumänien kannte. 
Auf jeden Fall war ich nach 20 Minuten wieder an einem Grenzübergang und dann war ich in Bulgarien. Auch hier ein völlig problemloser Grenzübertritt. Kurzer Blick ins WoMo, ob man da jemand versteckt und das wars dann. Kurz hinter der Grenze habe ich für umgerechnet 1,31 €/l vollgetankt.
Ich bin dann noch rund 40 km weitergefahren. Die Dörfer an der Strecke waren ärmlich aber auf der Straße war nun wieder die Hölle los. Lkw an Lkw. 
Die Friedhöfe waren allerdings alle mit vielen Blumen, teilweise echt, teilweise Plastik, rausgeputzt.
In Park4Night habe ich mir dann den Campingplatz Madona-Inn in Falkovets, der 5km abseits der blöden Hauptstraße liegt, rausgesucht. Hier gibt es ein Restaurant und ich sollte mal wieder was essen.
Außerdem kann ich hier mal wieder duschen, auch wenn das kleine Waschhaus, das man im Hintergrund sieht, nicht überall Türen hat.

Der Platz ist auf jeden Fall hübsch und ob das Essen gut ist, kann ich euch morgen sagen. 
Witzig war, dass ich den ganzen Tag über keine deutschen Camper gesehen habe. 500 Meter vor der Einfahrt ist dann ein deutsches Wohnwagengespann vor mir gefahren und kaum war ich hier, kam noch ein anderes deutsches WoMo auf den Platz. Also ist er jetzt mit 3x Deutschland belegt.