Hier mal noch ein paar Impressionen vom Campingplatz am Pamucak Beach, der z.T. vernichtende Rezensionen in Park4Night hatte.
Ich kann nur sagen, das ist nicht gerechtfertigt. Der Platz ist für hiesige Verhältnisse wunderschön. Man kann im Schatten unter großen Pinien stehen, hat riesig Platz um sich rum und der Strand ist breit mit feinem Sand und sehr gepflegt.
Auch das Restaurant auf dem Platz, in dem wir am Abend essen waren, war sehr gut und auch von den Preisen her absolut in Ordnung.
Wenn man überhaupt etwas kritisieren könnte wären es die Sanitäranlagen, die einfach in die Jahre gekommen sind. Das ist aber auf vielen Campingplätzen so und da habe ich schon weitaus schlimmere Waschhäuser gesehen. In den Damentoiletten war eine Reihe sogar komplett neu gemacht und sah sehr ordentlich aus.
Weil es hier so ruhig und hübsch war, sind wir erst nach 10.30 Uhr weggefahren....
...und haben zuvor noch einen ausgiebigen Spaziergang am nahezu menschenleeren Strand gemacht.
Für heute Stand eh ein Fahrtag auf dem Programm, weil wir mal ein paar Kilometer weiter kommen müssen, sonst wird das nichts mit der Heimkehr am 12.06.
Es ging also über die 4-spurige D550 in Richtung Izmir. Ich habe gestern Abend extra noch die Route gebastelt und mit dem Navi synchronisiert, damit wir uns die Fahrt durch die Stadt sparen und wieder die Fähre nehmen. Es hieß dann auch: "Synchronisierung erfolgreich" aber ich habe das heute Morgen nicht mehr geprüft und irgendwann kamen dann die Wolkenkratzer von Izmir in Sicht und dann war mir klar, dass wir schon fast im Zentrum sind. Die dämliche Tante im Navi, mit der ich eh nicht gut kann, hat meine Route mit der Fähre einfach abgeändert und uns um den ganzen Zipfel rumfahren lassen. Also halt 30km durch den Moloch Izmir, wobei es überwiegend sehr flüssig lief.
Als wir wieder in den Randbezirk kamen, haben wir bei der Vorbeifahrt ein Restaurant entdeckt und haben umgedreht, weil es für türkische Verhältnisse absolut modern und untypisch aussah. Es war das Restaurant "Laf Gastro Pub - A la Carte" in Menemen. Es war schon 13.30 Uhr und wir hatten Lust auf einen Kaffee und siehe da, es gab wirklich einen Cappuccino, der genießbar war. Das ist hier selten der Fall, weil es meist nur türkischen Kaffee mit Satz in der Tasse gibt. Da der Kaffee gut und das Ambiente richtig schön war, haben wir nach der Speisekarte gefragt, worauf uns ein QR-Code, der auf dem Tisch klebte, gezeigt wurde. Man konnte die Karte also Online abrufen und es waren leckere Sachen zu absolut bezahlbaren Preisen darauf. Wir haben uns 2 Burger bestellt und die waren richtig lecker. Endlich mal Pommes-Frites, die den Namen verdient haben und knusprig waren. Hier bekommt man üblicherweise nur Kartoffelschnitz, die in der Pfanne im Öl gebraten werden und immer lätschig sind.

Wir saßen dann da, weil es so nett war, fast 2 Stunden und mit der späten Abfahrt am Morgen lief uns langsam die Zeit davon.
Es ging dann weiter in Richtung Foça, einer sehr touristischen Ecke für die Türken aus Izmir.
Unterwegs kamen wir an der Fa. Izbas vorbei, die Windräder herstellt. Auf mehreren Kilometern lagen in verschiedenen Werken hunderte von Flügeln rum. Die sind hier mit dem Windradausbau deutlich flotter, weil es vermutlich auch nicht bei jedem Bau eine BI gibt, die den grünschwänzigen Rotbauchfrosch schützen muss.
Die Gegend um Foça herum ist wirklich toll, aber zwischenzeitlich bauen sie hier leider auch alles mit Ferienhäusern der reichen Türken aus Izmir zu.
Wir hatten uns dann eigentlich einen Campingplatz in Ayvalik rausgesucht und als wir dort ankamen, war der komplett leer. Die einzelnen ausgewiesenen Stellplätze waren ungefähr genauso breit wir unser Auto und links und rechts ein Zaun. Ich weiß nicht, wie wir da hätten aus dem Auto kommen sollen. Der clevere Besitzer kam dann auch gleich und meinte, dass er 400 Lira pro Person möchte, also rund 25 Euro für nichts, denn es sah alles nicht besonders einladend aus.
Ich habe ihn daraufhin freundlich gegrüßt und wir sind weitergefahren. Es war nun aber schon nach 17 Uhr und wir brauchten einen Platz. Park4Night gab nicht wirklich viel her aber wir hatten noch einen weiteren Platz hinter Dikili entdeckt. Bei der Ortsdurchfahrt haben wir dann ein Restaurant am Strand entdeckt und sind einfach mal runtergefahren. Das Restaurant war zwar geschlossen, dafür gab es einen wunderschönen Strandzugang und viel Platz zum Parken. Da hier gerade 2 Türken herumliefen, habe ich gefragt, ob wir hier stehen bleiben dürfen. Sie haben in astreinem Deutsch geantwortet, dass das kein Problem sei und deshalb übernachten wir jetzt hier. Beide waren in Deutschland berufstätig und haben hier ihr Ferienhäuschen.
Morgen schauen wir dann, dass wir bis Gelibolu und wieder zurück nach Europa kommen.