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Montag, 6. Mai 2024

06.05.2024_Troja-Bozcaada-Dalyan (das Falsche)

Hier mal mein Abendessen von gestern Abend auf meinem Campingplatz in Tevfikiye (Troja). Hühnchenstücke mit Reis und ein frischer Salat. Der Wein war wegen der Falschberechnung vom Vortag frei und für das Essen hat der Besitzer auch einen reduzierten Preis berechnet, so dass ich mit 12 Euro ausgekommen bin.

Heute Morgen habe ich, als ich um 6.30 Uhr aufgestanden bin, trotz stahlblauem Himmel erstmal die Heizung angeworfen. Es war noch empfindlich kühl so früh am Morgen.

Gegen 08.30 Uhr bin ich losgefahren und es ging in Richtung Küste. Auf der Karte sah das eher so aus, als ob das mehr oder weniger Feldwege wären. Ich war deshalb überrascht, dass alle Straßen asphaltiert und teilweise auch gut ausgebaut waren.
Auf der Strecke fährt man an Millionen von Olivenbäumen durch, die alle gerade in der Blüte sind.
Gegen 10 Uhr kam ich nach Geyikli und habe entdeckt, dass es dort ein Fähre auf die kleine vorgelagerte Insel Bozcaada gibt. Es ist die drittgrößte Insel der Türkei, obwohl sie mit 37km² Fläche eher ein Muckenschiss ist.
Sie wurde nach dem griechisch/türkischen Krieg 1922/23 der Türkei zugesprochen.
Ich habe mich dann mal erkundigt, wann die nächste Überfahrt ist und da die schon um 11 Uhr anstand, habe ich für umgerechnet 25 Euro ein Rückfahrticket gekauft und mir hier im Cafe noch ein bisschen die Zeit vertrieben.
Die Fähre war dann auch superpünktlich auf dem Weg.
Das nur mal dazwischengeschoben. Der fuhr auch mit, etwas einseitig und mit Sicherheit auch überladen.
Wie gesagt, wir haben sehr pünktlich abgelegt. Die Überfahrt dauert rund 30 Minuten....
....bei der wir natürlich von Möwen begleitet wurden....
...und dann waren wir auch schon in Bozcaada.
Die Sehenswürdigkeit hier ist Festung am Hafen, die allen möglichen Seefahrern gedient haben soll, deren Ursprung allerdings unbekannt ist.

Als ich von der Fähre fuhr war ich völlig überrascht, dass es im ganzen Hafengebiet sehr touristisch zugeht und es daher auch auf den ersten Blick keine Parkmöglichkeiten gab. Da die Insel eh winzig klein ist, bin ich erstmal ein Stück aus der Innenstadt gefahren und habe einige Feldwege getestet.
Was mich gewundert hat ist, dass sie hier Wein anbauen, aber nur sehr wenig.
Überwiegend standen solche Pflanzen auf den Äckern, die ich nicht identifizieren konnte. Ich kann nur vermuten, dass es Baumwolle ist.
Die Fahrten über die Schotterpisten habe ich nach 4 Versuchen aufgegeben. Entweder stand ich in irgendeiner Hofeinfahrt oder der Weg hat einfach im Nichts geendet.
Ich bin daher auf die Teerstraße zurück und auf der kann man die Insel nahezu umrunden. Mit einer gesamten Fahrstrecke von rund 20km sehr überschaubar.
Was ich bisher noch nie gesehen hatte war, dass auf vielen Äckern absolut neuwertige Tiny-Houses ....
...oder nagelneue Wohnwagen standen. Keine Ahnung, warum. Wahrscheinlich wohnen die hier während der Erntezeit.
Jetzt kommen einfach ein paar Bilder von der Inselrundfahrt. Teilweise gibt es schöne Strände und ich habe überlegt, ob ich mich hier irgendwo hinstellen soll.




Ich habe mich aber dann doch entschieden, die Fähre um 14 Uhr zurück zu nehmen, damit ich flexibler bin. Ich hatte auch noch nicht mal gefragt, ob die Rückfahrt auch für die Folgetage gilt oder am gleichen Tag gemacht werden muss.
Ich bin daher einfach kurz nach 13 Uhr in die Schlange vor der Fähre gefahren und dann noch eine halbe Stunde um die Festung und die schöne Innenstadt gelaufen.





Wie gesagt, sehr aufgeräumt und touristisch erschlossen. Vermutlich geht im Sommer hier der Punk ab. 

Ich konnte es mir dann nicht verkneifen, mal ein Preisschild an einem Lokal zu fotografieren. Für türkische Verhältnisse echt der Horror. Ihr könnt ganz grob mit 1 Euro/30 Lira rechnen und da sieht man dann, dass die Pizza Margherita schon mal bei über 13 Euro liegt.


Ich bin dann zurück zum Fähranleger und auch die Rückfahrt war absolut pünktlich. Während am Morgen noch ein paar wenige Plätzchen frei waren, war der Kahn jetzt brechend voll.



Nach der Ankunft bin ich auf der Küstenstraße noch ca. 12km weitergefahren und bin in Dalyan gelandet. Gut, da will ich ja hin und das ist mein Ziel nur dieses Dalyan ist es nicht.
Hier am kleinen Hafen habe ich einen großen Parkplatz entdeckt und drumrum viele kleine Lokale, wobei die meisten noch geschlossen haben.
Ich habe aber schon mindestens 3 Kneipen gefunden, die offen sind und da werde ich heute Abend auch etwas zu essen bekommen. Deshalb bleibe ich jetzt heute hier, auch wenn ich heute gerade mal 66km gefahren bin. Morgen früh geht es dann so langsam weiter zum richtigen Dalyan.

Ps.:
Ich war jetzt gerade hier noch in einem kleinen Restaurant am Platz essen. Die beiden Mädchen, höchstens 12 und 14 Jahre alt, bereiten das Essen zu und es war lecker. Als es ans Bezahlen ging habe ich 435 Lira, umgerechnet 13 Euro, mit der Karte bezahlt. Es hat mich schon etwas gewundert, dass der hohe Preis, der in Troja verlangt wurde, hier auch schon angekommen ist.
Als ich dann schon einige Zeit wieder an meinem Auto war kam die Besitzerin mit der kleineren Tochter, die ein paar Worte englisch spricht und meinte, sie hätten eine Fehler gemacht. Sie drückte mit einen 200-Lira-Schein in die Hand und bedankte sich nochmal für meinen Besuch. Jetzt waren es also nur noch 6,50 € für ein Abendessen, das ist noch ein bisschen wie früher hier.


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