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Mittwoch, 8. Mai 2024

08.05.2024_Altinova-Bafa See

So sah das gestern Abend aus, sobald man etwas zu Essen auf dem Tisch hatte.

Die Nacht am Hafen war noch ziemlich unruhig. Ich lag schon im Bett, als gegen 22 Uhr eine Horde eingefallen ist und an der Promenade ein Riesenbrimborium mit lauter Musik und viel Geschrei veranstaltet hat. An Schlafen war nicht zu denken. 
Gegen 00.30 Uhr tauchte dann die Polizei auf und machte mal kurz das Signal an. Innerhalb von 10 Minuten war der Spuk beendet und das Volk zog ab.
Heute Morgen ging es dann um 8.30 Uhr los zunächst in Richtung Çandarlı. Für die heutige Route in Richtung Izmir musste ich meistens eine der großen, 4-spurigen Straßen nehmen, weshalb es außer viel Verkehr auch nichts zu sehen gab. An einigen Stellen konnte ich mal 20km durchs Hinterland abkürzen, da war aber auch nichts wirklich imposantes, das ein Foto wert gewesen wäre.
Also ging es schnurstracks in Richtung Izmir und je näher ich kam, desto mehr Verkehr war natürlich auf den Straßen. 
Um nicht durch die ganze Stadt fahren zu müssen, bin ich an den Hafen Bostanli gefahren, um die Fähre nach Üçkuyular zu nehmen. Dadurch kann man sich rund 20km durch die Innenstadt sparen.
Als ich ankam, fuhr die Fähre gerade los und ich dachte, ich muss jetzt lange warten, aber keine 5 Minuten später legte bereits wieder ein Fähre an.
Die Überfahrt kostet knapp unter 6 Euro, dauert 20 Minuten und es geht wirklich flott. Bevor wir auf der anderen Seite anlegen konnten, mussten wir warten, weil die dortige Fähre noch nicht abgelegt hatte. 

Es geht da im Fährhafen zu wie auf der Autobahn und deshalb hat man nie lange Wartezeiten.
Über Izmir und schon viele Kilometer vorher lag eine riesige Smog-Glocke. Ein grausliges Licht, so dass es keinen Spaß machte, Fotos zu machen.
Das ist einfach nur häßlich da und ich wollte, so schnell es geht, wieder in ruhigere Gebiete. 
Bei der Abfahrt von der Fähre habe ich leider eine Straße zu früh genommen und bin auf der mautpflichtigen Autobahn gelandet. Ich kam dann erst nach 5km wieder runter und bin auch durch eine Kamerabrücke gefahren. Ich habe keine Ahnung, ob da noch was nachkommt, weil ich ja keine Maut bezahlt habe, aber da lasse ich mich jetzt mal überraschen.
Ich musste dann wirklich viele Kilometer fressen, bis es endlich mal wieder ruhiger wurde. Die großen Straßen sind geblieben und es ging weiter in Richtung Kuşadası. Das ist zwischenzeitlich auch ein Moloch und von Bausünden übersäät. Wie man da Urlaub machen kann, ist mir ein Rätsel.
Hinter Kuşadası wurde es dann aber langsam besser. Ich wollte zunächst an der Küste einen Übernachtungsstopp einlegen, habe mich dann aber wegen des Overtourism dagegen entschieden und bin in Richtung Bafa-See gefahren.
Von Söke geht die 4-spurige Straße kilometerlang immer geradeaus und hier blies so ein heftiger Wind, dass es mir immer die Klappe vom Tank aufgehauen hat. Das ist zuletzt 2019 in Island passiert. Ich musste dann erstmal anhalten und das Teil mit Tesa ankleben, weil ich Angst hatte, dass der Deckel sonst irgendwann wegfliegt.
Es waren dann über 300km, bis ich hier am Bafa-See angekommen bin. Hier war ich vor 2 Jahren mit Claudia und im Gegensatz zu den anderen Restaurants an der vielbefahrenen D515, liegt es ein paar Meter abseits der Straße, so dass man diese kaum hört. 
Hier haben wir letztes Mal sehr gut gegessen und ich werde deshalb nachher wieder hier essen gehen.
Als ich gefragt habe, ob ich hier übernachten darf meinte der Chef, das das 300 Lira kostet, rund 9 Euro. Letztes Mal haben wir noch 50 Lira bezahlt, allerdings war die Lira damals noch deutlich mehr wert.
Ich hab ihn schließlich auf 200 Lira runtergehandelt und so passt das jetzt.
Es ist wirklich schön hier und für Morgen habe ich jetzt keine 200km mehr, so dass ich es bis Dalyan schaffen sollte.
Während ich hier draußen am Tisch den Blog geschrieben habe, landete der auf einem Holzpfosten und durfte daher auch noch in den Blog.


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