Wir sind erst gegen 7.30 Uhr aufgestanden, was für WoMo-Verhältnisse eher spät ist.
Nach dem Frühstück sind wir nochmal kurz zur Strandpromenade gegangen und haben das Bild gemacht, weil wir es gestern vergessen hatten. Hier ist absolut noch keine Saison, weshalb auch alle Liegestühle an der Kette hängen und keine Menschenseele unterwegs ist.
Ich bin dann zum Haus des Türken marschiert, der uns gestern erlaubt hatte, hier in der Anlage stehen zu bleiben. Leider war nur seine Frau zu Hause und sie hatte keine Fernbedienung. Das war aber kein großes Problem. Sie ist zu einer Nachbarin marschiert und nach 10 Minuten war dann jemand aufgetrieben, der uns das Tor öffnen konnte. Mit leichter Verpätung ging es dann los in Richtung Fähre.
Hier in Çanakkale haben wir dann mal, bevor wir auf die Fähre sind, die riesige Moschee fotografiert.
Ich habe dann am Schalter gefragt und erhielt die Auskunft, dass auch die Fähre hier nur auf die andere Seite nach Eceabat fährt. Da sich dort dann aber gleich der Autobahnanschluss nach Istanbul befindet, sind die Hinweisschilder so komisch beschriftet.
Dort haben wir in diesem Straßenkaffee am Hafen erstmal einen Cappuccino getrunken, der wirklich richtig gut war. Das ist in der Türkei leider die Ausnahme, dass man mal einen vernünftigen Kaffee bekommt.
Wir mussten dann halt auf dieser Seite hoch nach Gelibolu fahren, weil man einfach um die Bucht herumfahren muss. Die Straße auf dieser Seite war nach einen kurzen schmäleren Stück an der Küste entlang fast neu, 4-spurig ausgebaut und absolut kein Verkehr. Bei dem Verkehrsaufkommen ein völlig überdimensionierter Ausbau aber dafür ein sehr entspanntes Fahren.
Vor Gelibolu fährt man dann unter der riesigen Autobahnbrücke durch, die man an Stelle der Fähren auch nehmen könnte. Nur ist das Mautsystem hier recht undurchsichtig für einen Touri, so dass die Fähre unkomplizierter ist.
Nun kam wieder das Problem, einen Platz für die Nacht zu finden. Wir wollten ab dem Fähranleger noch so 100km weiter fahren und in dem Bereich waren nur 2 Campingplätze am Meer mit vernichtenden Bewertungen und völlig überteuerten Preisen verzeichnet.
Wir haben uns dann in Gökçetepe einen Platz am Meer mit angrenzendem Restaurant ausgesucht. Die Anfahrt war recht holprig, weil es hier zwar viele neue Häuser gibt aber man wohl vergessen hat, auch Straßen zu bauen. Schotterpisten mit tiefen Gräben und dann war das erwartete Restaurant auch noch geschlossen. Wie wir schon gestern feststellen mussten, ist hier im nördlichen Teil einfach noch keine Saison und deshalb sind die meisten Restaurants geschlossen. Wir haben uns dann einfach hier ans Meer gestellt und erstmal im Auto geduscht. Danach sind wir um die Ecke gelaufen, wo es einen kleinen Supermarkt gab, der auch ein paar Tische draußen stehen hatte. Hier haben wir schließlich auch was zu essen bekommen, wobei das Preis/Leistungsverhältnis wieder unterirdisch für diese verschlafene Provinz war. 2 Teller Köfte, mit etwas Zwiebel- und Tomatendeko, ein kleines Schälchen Yoghurt und 2 Getränke. Das waren dann mal wieder schlappe 41 Euro. Da passt einfach gar nichts mehr.











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